Dienstag, 24. Mai 2016

München Auswärts? Nein Danke!

Schon viele Male hat sich unsere Gruppe zu Auswärtsfahrten nach München begeben. Jedes mal konnten wir über die Umstände in der Halle nur herzlich lachen. Daher haben wir, die Sektion Südblock Bamberg, beschlossen dieses Jahr zu keinem Halbfinalspiel nach München zu fahren.

Unsere letzte reguläre Fahrt nach München, schließt man die letztjährigen Finals aus, war dahingehend wegweisend.
Zum besseren Verständnis empfehlen wir deshalb den Bericht zum besagten Tag zu lesen:

Warum das jetzt? Kein Auswärts-Support der SSB in den Playoffs?

Weit gefehlt! Natürlich werden wir in den möglichen Finalspielen in Frankfurt oder Ulm vertreten sein, ebenso wie bereits in der Viertelfinalserie in Würzburg. Vielmehr stören uns an der allgemeinen Situation rund um den Fußballclub Bayern München Basketball nicht unwesentliche Begebenheiten.

Der Audi-Dome in München – selten fühlt man sich als Auswärtsfahrer in Deutschland so fehl am Platz und auch so unwillkommen wie hier. Diese Arena und ihre Akteure repräsentieren für unsere Gruppe genau das, was unserem Sport nicht angetan werden sollte.

Vielmehr wird jedesmal ein Schaulaufen der örtlichen B- und C-Prominenz veranstaltet, welche selbst in den angeschlossenen Rundfunkanstalten den Eindruck vermitteln, man erlebe eine königliche Hochzeit – fehlt nur noch eine  zusätzliche Bewertung der Abendgarderobe.
Demnach wird auch durch den Großteil des Publikums eher ein Kinocharakter vermittelt, als der eines Erstligabasketballvereines. Nicht zu vergessen sind die unzähligen Relikte aus der Fußballszene – Fußballtrikots und Utensilien werden hier dargeboten, ohne jegliches Feingefühl – und selbst die Trophäen der Rasensportler werden ungeachtet der tatsächlichen Umgebung, skrupellos im heimischen Fanblock präsentiert.

Abgerundet wird dieses Menü der Unerträglichkeiten durch die akustische Darbietung. Auch hier wird supporttechnisch fast alles vom großen Bruder importiert, garniert mit einer Wand aus Klatschpappen, damit der liebe Promi sitzen bleiben kann und mit zwei Fingern das Prosecco-Glas noch zu halten vermag.
Achja, die Hallenbeschallung natürlich nicht zu vergessen.

Das Übelste jedoch ist die selbstverherrlichende, hetzerische und verblendete Arroganz eines gewissen Hallensprechers.
Wer unserer Gruppe provokantes Verhalten nachsagt, ist ihm mit Sicherheit noch nicht begegnet.

Eine eigentliche Selbstverständlichkeit dürfte es sein, dass ein finanziell so gut aufgestellter Verein um die bauliche Unversehrtheit seiner Arena bemüht ist - leider alles nur billiges Makeup auf einem narbigen Gesicht. Die größten Rivalen der Bayern scheinen nicht andere Mannschaften zu sein, sondern Regen und Alterserscheinungen der Halle: Mal ist es ein spontanes Freibad, was den Zuschauern den Zutritt zur Halle verwehrt (nebenbei: selten so gut amüsiert wie hunderte von überheblichen Bayernfans sämtliche Warnungen ignoriert haben und plötzlich knietief im Wasser verschwanden), mal die ANNULIERUNG eines Spieles durch einströmendes Wasser in der Hallenmitte beim Pokal-Wochenende dieses Jahr.
Auch die abfallenden Wandsegmente vermitteln nicht gerade einen ansprechenden Charakter.
Erstligatauglichkeit? Eher nicht.

Alles in Allem vielleicht gerade noch zu ertragen.
Doch ist man als emotionaler Fan des Basketballsports nicht willkommen. Das gesamte „Event“ scheint hier auf die Bespaßung weniger Besserverdiener ausgelegt zu sein, so dass man sich natürlich auch die Möglichkeit herausnimmt, alles vom Gästefan zu Supportzwecken mitgebrachtes Material nach Möglichkeit zu verbieten.

Zu den Verboten von großen Fahnen und Zaunfahnen, gesellen sich seit neustem auch noch sämtliche Materialien die selbst gemalt sind und kein gültiges Brandschutzzertifikat aufweisen können. Vielleicht möchte man hier bald einen „Gegnerfanshop“ in der Halle einrichten – denn die bisherigen Begründungen zu den Verboten machen an sich, wie auch zu erwarten, keinen Sinn.

Schön auch, dass man an jeder Stelle von miesgelaunten Securities auch noch daran erinnert wird, dass andere Leute Geld bezahlt haben und gerade bei der Spendenübergabe auf dem Feld wohl die Bankleitzahl nicht verstanden haben. Bester Kommentar zweier „It-Girls“ aus dem Bayernlager an dieser Stelle: „Aber ihr setzt euch schon wieder hin, oder?“ Maulkorb vom feinsten.

Zu der Situation für Gästefans in der Halle, gesellt sich die Darstellung des Vereins in der Öffentlichkeit.
Wem hinten rein geschobene Wildcards und andere Bevorzugungen aufgrund des Namens des Vereins nicht genug sind, kann ja gerne einmal das Radio einschalten, die Zeitung aufschlagen oder sich ein Spiel im TV oder Netz anschauen.
OT: „Die Bayern können jetzt“ - „Für die Bayern ist DAS die Chance“ -  „Da haben die Bayern nochmal Glück gehabt“ … Man rühmt sich nach wie vor nicht nur mit den Meistertiteln 1954 und 55 – was längst keinen mehr interessiert, sondern dichtet sich selbst noch eine Tradition an, wie es die Gebrüder Grimm nicht besser hätten tun können.
Und dieses Selbstbild wird, allem Irrsinn zum Trotz auch noch von der Medienlandschaft nach außen transportiert.

Schon lange fehlt uns daher jedes Verständnis, dass es in der Öffentlichkeit immer so aussieht, als hätte der FC Bayern Basketball schon längst den zweiten Meistertitel (Entschuldigung...den vierten) sicher, oder dass sich dies die Allgemeinheit zumindest wünschen würde.
Und hier kommt wiederrum das Branding ins Spiel. Der Großteil der Sympathisanten, sehen wir vom aktiven Fanclub ab, entstammt der Fußballszene und beweist tagein, tagaus dermaßen wenig Sachkenntnis, dass es nahezu an eine Beleidigung grenzt.
Diese „treuen Fans“ würden auch eine Unterwasser-Mikadomannschaft zum Favoriten erklären, sobald das rotumrandete Rautenlogo darauf nur zu erahnen wäre.
Also bitte: Stoppt die Popo-Puderei der Bayern Basketballer – es ist nicht mehr erträglich.

Liga und Medien scheinen den Verein so zu lieben, dass peinlich genau darauf geachtet wird, dass jeder Gegenwind aus gegnerischen Fanszenen direkt im Keim erstickt wird. Was bei Ulm, Berlin, Frankfurt und den anderen an Rivalität erlaubt ist, wird bei den Münchnern konsequent geahndet und verfolgt.
Ein S. Pesic scheint da wohl abzufärben. Liebes Mediendeutschland – nehmt endlich die blau-weiße Brille ab!

Der deutsche Basketball braucht keinen FC Bayern – der deutsche Basketball braucht treue Fans, Tradition und vor allem den Rückhalt ganzer Regionen – den ein halbleerer Audi-Dome, beim entscheidenden Spiel 5 zum Einzug ins Playoff-Halbfinale , nicht bekommt und wohl nicht nötig hat. Dann haben wir diesen Verein eben auch nicht nötig!

Wenn Bamberg Deutschlands Basketballherz ist, dann ist Bayern München allenfalls der Blinddarm – in den es zudem rein regnet.

Damit  es in der Fußballstadt auch jeder versteht: Ein gut Kick in die Runde – unser Geld bekommt ihr diesmal nicht!
Wir sparen unsere Energie für die restlichen Heimspiele – und davon werden wir gegen euch Münchner nur noch eines haben!

An alle mitreisenden Bamberger Fans: Peitscht unsere Mannschaft trotz aller Umstände mit voller Energie nach vorne, über 40 Minuten hinweg!
So sind wir uns sicher dass auch ohne uns, dem Erfolg in München nichts im Wege steht!

AUF GEHT’S BAMBERG KÄMPFEN UND SIEGEN!


Archivfoto - 13.04.2014

Freitag, 1. April 2016

29.März - 1.April.2016

FC Barcelona Lassa – Baskets Bamberg
Donnerstag, 31.März.2016 – 75:57
Zuschauer: ca. 7000, 250 Bamberger





Strand von Calella

Placa de Catalunya, Barcelona

Placa de Catalunya, Barcelona

Placa de Catalunya, Barcelona


La Rambla, Barcelona

Port de Barcelona

Port de Barcelona

Port de Barcelona

Camp Nou, Barcelona

Palau Blaugrana, Barcelona

Dracs 1991 Supporters






Sonntag, 27. März 2016

27.März.2016

Bayreuth – Baskets Bamberg
Sonntag, 27.März.2016 – 53:85
Zuschauer: 4000, ca. 200 Bamberger

Sonntag, 20. März 2016

20.März.2016

Baskets Bamberg – Ludwigsburg
Sonntag, 20.März.2016 – 79:64
Zuschauer: 6800, ca. 40 Gäste

Bambergs Liebe - Seit 60 Jahren

7 Uhr morgens - Sonntag 20.März - Die Stadt scheint noch zu schlafen, während die Gruppe von Helfern hinter unserem Wohnzimmer, der Bamberger Arena, immer größer zu werden scheint. Ähnlich wie sich auch unsere Choreografien über die Jahre immer in neue Dimensionen entwickelt haben.
Und ebenso groß sind auch die einzelnen Teile der jetzigen Großchoreo ausgefallen, welche mit einigen Männern in mehrere Einkaufswagen gehievt werden. 
Die Laune ist bestens, man weis das diesmal wieder alles gelingen wird. Immerhin hatte man bereits vor etwa einem Monat sämtliche Elemente fertig und konnte so am Montag zuvor den Bamberger Jung Karsten Tadda gebührend in seiner Heimat empfangen.

Um 17 Uhr ist Tip-Off. Bis dahin müssen noch einige Handgriffe erledigt werden. Also ab ins Foyer - Der Halleninnenraum wurde noch für Trainingseinheiten genutzt. Schon beim Ausrollen der Spieler-Konterfeis wird klar dass der heutige Tag etwas ganz besonderes wird. Nur einzelne Personen, welche die Vorlagen entworfen hatten, kannten das genaue Erscheinungsbild der fünf aneinander gereihten Banner, welche später an der Rückwand der Südtribüne hängen sollten.
Für Anekdoten und Erinnerungen an die einzelnen Spieler war allerdings kaum Zeit, es galt aufgrund poröser Farbflächen auch noch einiges auszubessern.

Auch in den finalen Arbeitsschritten kam man aber gut voran.
Zurrechtschneiden - Stangen befestigen - Aussteifen - Motivkontrolle - Farbflächen ausbessern - Ziehplan absprechen ... und auch ab und zu nach Klebeband suchen, welches gerade eben noch nebenan lag - aber irgendwer wieder als Basketball oder zu anderen Zwecken missbrauchte.
Zeit für ein gemeinsames Mittagessen gab es auch noch und so konnte man gestärkt in die heiße Phase gehen.
Motive anbringen - Positionen prüfen - Blockfahne bereitlegen - und noch mehrere Ziehproben!
Nach Einlass kurz noch sämtliche Besucher der Südtribüne informiert und letzte Abläufe besprochen.

Dann war es auch schon soweit: knapp 2 Minuten Zeitfenster - aber eine akustische Resonanz die seines zweiten sucht.


Seit August 2015 hatten wir recherchiert - unzählige Listen mit Legenden erstellt - Skizzen gezeichnet - und Schritt für Schritt mit den ausführenden Arbeiten begonnen.
Ziel war es, 60 Jahre Beginn der Ära Basketball in Bamberg - die Spieler, Trainer und weitere Funktionäre zu ehren, die diesen Sport bei uns so groß machten.

Hier nochmal ein Danke an alle die bei Planung, Vorbereitung und Durchführung aktiv dabei waren - und auch ein Danke an alle Besucher der Südtribüne, die ohne zu Zögern beim Ausbreiten der Blockfahne und dem Vorziehen der Motive geholfen haben! Danke außerdem für den enormen Zuspruch aller Fans und die im Anschluss erfolgte Unterstützung welche uns die nächsten Choreografien ermöglichen wird.



J.S. du Heuchler!

Im Folgenden soll auch noch das Material Erwähnung finden:
- 240 m² Blockfahne +  5 Motive á 45 m² --> insg. 465 m² Folie
- 300 m Seile
- 60 m PVC-Rohre
- 10 l Folienfarbe
- ca. 1,8 km Klebeband
- ca. 1 km Panzertape
- 400 Fahnenstangen
- 100 Rettungsdecken

Bamberg hat dieses Jahr Grund zu feiern! Und Bamberg HAT gefeiert!
Hier findet ihr unser Video, inklusive Entstehungsgeschichte:
Baskets Bamberg - Ludwigsburg 20.03.2016




Mittwoch, 17. Februar 2016

16.Februar.2002

Auch wenn es unsere Gruppierung zu diesen früheren Zeiten noch nicht gab, beziehungsweise die meisten von uns noch rein gar nichts mit dem Basketballsport zu tun hatten, ist uns die Historie unseres Vereins sowie die der Bamberger Fankultur extrem wichtig.
Auch aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle dem Todesopfer Ingrid L. gedenken, welches exakt gestern vor 14 Jahren, dem 16.Februar.2002 auf ihrer ersten Auswärtsfahrt unter tragischen Umständen ihr Leben verlor.
In Gedenken an die Verstorbene und den damals Schwerverletzten, mit der Hoffnung solch einen schlimmen Unfall nie wieder Realität werden zu lassen.
- Sektion Südblock Bamberg 2012